Stefan Mey

Mark, Du nervst

Die Meldungen rund um das Social Network „Facebook“ reißen nicht ab. Keine Zeitung oder Zeitschrift, von der Mark Zuckerberg, von der Zeitschrift „Wiener“ als „Milliardär Milchgesicht“ bezeichnet, nicht herunter lächelt. Kaum eine abendliche TV-Diskussionsrunde, in der nicht irgendein Verweis auf das gewaltige soziale Netzwerk gemacht wird.

Ein eigenes Business entstand mit der Berufsbezeichnung der „Social Media Manager“ – Menschen, die sich besonders gut mit Like-Buttons auf Facebook und Hash-Tags auf Twitter auskennen. Andere wiederum lernen sich bei einer Partie Mafia Wars kennen und lieben, wie die Website „All Facebook“ berichtet.

Der Kult um den 26jährigen scheint dementsprechend keine Grenzen zu kennen. Das dürfte unter anderem an seinem gut gefüllten Konto liegen; schließlich hat der Macher einer einzigen Website inzwischen mehr Geld als Steve Jobs – das WirtschaftsBlatt berichtete. Ein Kult, der teils schon absurde Formen annimmt: Wussten Sie etwa, dass ein Comic mit dem Milchgesicht geplant ist? Steht alles hier.

Der vorläufige Höhepunkt des Kults dürfte aber der Facebook-Film „The Social Network“ sein, der am 8. Oktober in die Kinos kommt (Trailer hier); unter Regie von David Fincher, mit einem Soundtrack von Nine Inch Nails-Mastermind Trent Reznor. Ich persönlich erhoffe mir einen Streifen mit der Dramatik und Faszination von „Pirates of Silicon Valley“ (ein TV-Film über die Gründungsgeschichten von Microsoft und Apple); andere handeln den Film bereits als Oscar-Anwärter…

Okay. Haben Sie auch die Schnauze voll vom Hype?

Dann schließen wir diesen Blogeintrag wohl am Besten mit ein paar Parodien auf den Filmtrailer: Über Twitter, YouTube, Ebay und Ping – wobei letztgenanntes, Apples eigenes Social Network, besonders schlecht weg kommt. Nicht weinen, Steve: Du hast zwar weniger Kohle auf dem Konto als Mark – aber dafür würde das mobile Kommentieren von Facebook-Fotos ohne Deine i-Produkte nur halb so viel Spaß machen.


Aus Gründen der Effizienzmaximierung erschien dieser Beitrag auch auf dem Blog der TechZone des WirtschaftsBlatt.


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